Chiropraktiker heilen Rückenleiden mit ihren Händen

Rückenschmerzen und Blockaden am Bewegungsapparat sind ein Volksleiden. Trotz scheinbar banaler Ursachen können diese Symptome eine gewaltige Eigendynamik entwickeln und die Lebensqualität von Betroffenen spürbar einschränken. Der Last auf Körper und Seele wirkt eine Behandlung durch die Chiropraktik entgegen. Diese therapiert in erster Linie funktionelle Störungen durch spezielle Massagen und gezielte Handgriffe.

Muskelspannung und Wirbelsäule als Schmerzkatalysator

Harmlose Verrenkungen gehören mitunter zum normalen Lebensalltag. In aller Regel verfliegen Rückenschmerzen und Leiden, die von der Wirbelsäule verursacht werden, rasch und heilen vollständig aus. Bleibt der Rückgang jedoch aus, entwickelt sich häufig ein drastischer Leidensdruck bei den Patienten. Eine stark reduzierte Mobilität bis hin zur Berufsunfähigkeit resultiert als Folge daraus. Meist tragen nur oberflächliche Verspannungen der Muskulatur Schuld an dem sich anbahnenden Desaster. Aber auch Wirbelblockaden können zahlreiche Symptome auslösen, die zunächst eine organische Erkrankung befürchten lassen. Gereizte oder gequetschte Nervenstränge leiten Signale zu einer anderen Körperregion weiter und verursachen am Zielort teils beträchtliche Symptome. Schmerzregionen und Wirbelsäulenabschnitt stehen dabei in einer engen Verbindung. Kopfschmerzen, Schwindel und Beeinträchtigung des Seh- und Hörvermögens haben ihren Ursprung oft in den Nackenwirbeln. Herzstechen und Unterleibsbeschwerden bis hin zu den Extremitäten können durch Fehlstellungen der Lendenwirbel ausgelöst werden. Muskelverhärtungen und ungesunde Schonhaltung provozieren zusätzlich die Entstehung solcher Blockaden. Falsche Körperhaltung und unzureichend ausgebildete Rückenmuskeln befeuern bei einem Großteil der Betroffenen das Problem zusätzlich.

Gründliche Abklärung der Symptome ist oberste Pflicht

Zunächst muss eine gezielte Voruntersuchung (Anamnese) organische Ursachen des Krankheitsbildes ausschließen. Entzündungen, aber auch Bandscheibenvorfälle sowie chronische Erkrankungen (Osteoporose) fallen darunter. Die gezielte Kraftausübung zum Einrenken von verschobenen Gelenken und Wirbeln ist nicht völlig ohne Risiko und gehört daher in die Hände einer geschulten Fachkraft. Im schlimmsten Fall verstärkt der manuelle Eingriff ansonsten die Beschwerden zusätzlich.
Daher ist eine vollständige Abklärung und Lokalisierung der zu behandelnden Stellen zwingend notwendig. Nur dann kann der Chiropraktiker mit präziser Handarbeit dem Körper erneut zu seiner vollen Beweglichkeit verhelfen und Verspannungen entgegenwirken. Die angewandte Technik ist nicht mit einer gewöhnlichen Massage zu verwechseln. Gleichzeitig kommt die Therapie häufig ohne Einsatz von Medikamenten oder Vorbehandlung aus.

Wie kann die Chiropraktik helfen?

Allein unter Verwendung von Grifftechniken mit den Händen wird die Therapie durchgeführt. Reflexbögen beschreiben die Beziehung von Ursprungsort und Schmerzempfinden, welche durch Eingriffe des Therapeuten beeinflusst werden sollen. Sogenannte Subluxationen, Fehlstellungen von Gelenken und Wirbelknochen zueinander, werden im Verlauf der Behandlung ausgemacht und korrigiert. Mit zielgerichtetem Kraftaufwand erfolgt eine neue Justierung der betroffenen Körperteile. Kennzeichen von derartigen Eingriffen ist ein knackendes Geräusch, welches durch die Verschiebung von Wirbeln und Knochen auftritt. Bei Verhärtungen von Sehnen oder Muskelgewebe stehen Massagen und Dehnung der kritischen Bereiche im Vordergrund. Oberstes Ziel ist es dabei die Quelle der Empfindungsstörung zu beseitigen und somit der natürlichen Regenerektionsfähigkeit des Körpers freie Bahn einzuräumen. Einmaliges Eingreifen genügt bei vielen Patienten nicht, um alle Beschwerden zu kurieren. Erneutes Einrenken und Massieren in mehrfachen Sitzungen beugt Rückfällen vor und erhöht langfristig die Chance auf eine dauerhafte Genesung. Ebenfalls muss eine Umstellung von Lebensgewohnheiten erfolgen, die möglicherweise Schuld an der Entstehung der Wirbelblockaden oder Muskelverspannungen tragen. So ist der nachträgliche Aufbau einer stabilen Rückenmuskulatur durch Krankengymnastik und Ausdauersport wie Jogging, Schwimmen oder Walking im Anschluss empfehlenswert.…